Bioland Südtirol zeichnet Leitbetriebe 2026 aus
Im Rahmen der Mitgliedervollversammlung von Bioland Südtirol wurden auch 2026 wieder besonders vorbildliche Höfe ausgezeichnet. Bereits zum siebten Mal ehrte Bioland seine Leitbetriebe – landwirtschaftliche Betriebe, die die sieben Bioland-Prinzipien in besonderer Weise umsetzen.
Der Wettbewerb stand heuer im Zeichen des siebten Prinzips „Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern“. Bewertet wurden die Höfe jedoch ganzheitlich nach allen Grundsätzen – von Kreislaufwirtschaft und Bodenfruchtbarkeit über Biodiversität und artgerechte Tierhaltung bis zur Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen. Die Auszeichnung erfolgte in den Kategorien Grünland, Obst- und Weinbau sowie Mischbetrieb/Acker- und Gemüsebau.
In der Kategorie Grünland wurde der Finailhof von Manfred und Veronika Gurschler im Schnalstal ausgezeichnet. Auf über 1.950 Metern Meereshöhe bewirtschaftet die Familie den historisch bedeutenden Hof konsequent nach biologischen Grundsätzen. Am Betrieb werden seltene Rassen wie Grauvieh, Passeirer Gebirgsziegen und Schnalser Schafe gehalten. Durch extensive Bewirtschaftung trägt der Hof aktiv zum Erhalt der Biodiversität bei.
In der Kategorie Obst- und Weinbau ging die Auszeichnung an Schloss Campan in Sarns bei Brixen unter der Leitung von Klemens von Unterrichter. Der Betrieb setzt auf konsequente Kreislaufwirtschaft und ist mit eigener Wasserversorgung sowie einem Fernheizwerk aus hofeigenem Holz weitgehend autark. Streuobstwiesen, Hochstammbäume und Biotope schaffen wertvolle Lebensräume.
Als Leitbetrieb in der Kategorie Mischbetrieb / Acker- und Gemüsebau wurde Martin Lintner vom Eggerhof am Ritten ausgezeichnet. Der junge Betriebsleiter stellte den Hof 2020 auf biologische Wirtschaftsweise um und setzt auf vielfältigen Ackerbau mit durchdachter Fruchtfolge sowie auf alte Getreidesorten und Streuobstwiesen.
Die prämierten Höfe zeigen, wie die Bioland-Prinzipien in der Praxis gelebt werden und wie Landwirtschaft zu einer lebenswerten Zukunft beitragen kann.



